HAND AUFS HERZ: Wo bleibt Zeit für mich mit Kindern?

von Marieke

Zeit für uns – trotz Kind

Mit der Geburt unserer Tochter vor drei Jahren erhielten wir den Tipp von Freunden, dass jedes Elternteil SEINEN ABEND in der Woche bekommt. An diesem kann man selbst entscheiden, was man macht – ausgehen, Sport, zu Hause lümmeln… Der andere Partner kümmert sich um das Kind. Diesen Tipp haben wir uns damals zu Herzen genommen und fanden das Konzept super. Aber mit der Geburt des zweiten Kindes lief erstmal vieles aus dem Ruder. Kennst du das? Zum Glück haben wir es nun wieder in der Hand. Vielleicht hilft auch dir unser Konzept?

Hilfe, ich fühle mich wie im Hamsterrad

Mit der Geburt unseres Sohnes Anfang diesen Jahres haben wir das Konzept des „kinderfreien Abends“ aus den Augen verloren. Wir lebten den Tag, so wie er kam. Morgens aufstehen, Kinder betreuen, mein Mann zur Arbeit, Kinder betreuen und abends k.o. ins Bett.

Ach ja, und für mich gibt es ja auch keine ruhigen Nächte. Piet hat nachts großen Hunger und möchte gestillt werden. Das Ende vom Lied: es drehte sich alles um die Kinder und die Familie. Kein Freiraum für sich selbst – oder für uns als Paar.

Ganz ehrlich: ich liebe meine Kinder aus ganzem Herzen. Aber damit ich und das Konstrukt Familie und Partnerschaft funktioniert, brauche ich auch mal die Möglichkeit, etwas anderes zu tun. Mich mit Freunden treffen. Sport machen. Oder einfach mal Zeit, um nichts zu tun. Mir und meinem Mann war klar: so geht es nicht weiter. Was also tun?

Mit Kindern muss der Alltag gut organisiert sein

Wir erinnerten uns an unser altes Konzept und haben die freien Abenden wieder eingeführt. Jeder hat seinen Abend, an dem er tun und machen kann, was er will. Zudem ist der Freitag UNSER Tag.

1x im Monat trifft mein Mann sich mit seinen Jungs und ich mich mit meinen Freundinnen. Bleiben also noch zwei Freitagabende für uns – als Paar. Zum Reden, Zuhören und Lachen. Auch wenn unser Abend erst gegen halb zehn beginnt, da unsere Tochter nicht gerne früh ins Bett geht, so bleibt zumindest eine Stunde gemeinsame Zeit.

Hinzu kommt noch, dass Wiebke uns 1x im Monat einen freien Abend schenkt. Unser Date! Und für die Kids und Wiebke ist es eine wunderbare Möglichkeit, intensiv Zeit miteinander zu verbringen. Nicht jeder hat das Glück, dass die Tante in der selben Stadt wohnt.

Aber zurück zur Orga. Die festen Tage sind schon ein wenig wie ein Korsett, geben uns aber Halt und Struktur. Und natürlich können wir auch mal spontan schieben – oder gemeinsam Zeit miteinander verbringen.

Will man aber seine Ruhe, so müssen wir (derzeit) leider die Wohnung verlassen, da wir kein Arbeitszimmer oder einen anderen ruhigen Rückzugsort haben. Bei unserer 3-Zimmer-Wohnung, bekommen wir ansonsten „unerwünschten“ Besuch der Kinder. Klar, die wollen gerne helfen oder spielen.

Regelmäßige Dates sind wichtig für die Partnerschaft

Ausflug nur zu dritt?

Ich liebe Ausflüge. Und am liebsten mit der ganzen Familie. Aber wenn wir merken, dass der Papierberg auf dem Schreibtisch wächst und wächst, dann ist es auch mal Zeit, einen Ausflug zu dritt einzuplanen.

Genauer gesagt geht einer mit den beiden Kindern auf Tour, während der andere in Ruhe seine Dinge abarbeiten kann. Wenn ich mit Maartje und Piet unterwegs bin, schließe ich mich am liebsten bei Freunden an.

Ich kann dann auch mit Erwachsenen klönen, die Kinder können miteinander spielen und einfache Situationen wie „Mama, ich muss mal Aa“ stellen mich nicht gleich vor einer großen Herausforderung: Was tun mit Kind Nummer 2, währenddessen ich mit Kind 1 voll beschäftigt bin?

Happy List: Regeln festlegen und Freiräume gewinnen

Damit wir unser Vorhaben nicht aus den Augen verlieren, haben wir eine „Happy List“ erstellt, die von nun an gut sichtbar auf unserem Flur hängt. Neben den freien Abenden haben wir noch weitere Punkte auf der Liste hinzugefügt z.B.:

So klappt das entspannte Miteinander
5 Punkte auf der Happy List

  1. Zeit für mich! Kinderfreie Abende schaffen – jeder Partner erhält einen festen Tag in der Woche
  2. Feste Dates einplanen, mindestens 1x im Monat
  3. Austausch ist wichtig! Als Paar miteinander in Ruhe sprechen und zuhören. Wie geht es dir? Was steht an? 1x in der Woche, mindestens eine halbe Stunde, muss drin sein.
  4. Feste Bring- und Abholzeiten (bei Kita und Schule) – jeder ist mal dran
  5. Familienzeit ist toll. Aber es müssen nicht immer alle an einer Aktivität beteiligt sein – ganz ohne schlechtem Gewissen

Flexibilität ist im Familienalltag gefragt

Und was ist nach der Elternzeit? Dann fange ich wieder an zu arbeiten. Und wir werden unsere Tage, Verpflichtungen und Freiräume wieder auf den Tisch legen und zum Teil neu planen. Denn eines kann ich sagen: mit (heranwachsenden) Kindern muss man flexibel sein. Jedes Alter hat seine eigenen Herausforderungen – und Höhen.

 

MACH’S DIR SCHÖN 
Adebars Töchter

PS: Hast du noch einen Tipp, wie du dir Freiräume „trotz“ Kind einräumst? Dann lass mal hören – gleich unten in den Kommentaren.

 

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