NACHGEFRAGT: Charlotte, Gründerin von Momunity

von Marieke

11. Fragen an Charlotte, Gründerin der Mama Community App ‚Momunity’, Mutter zweier Töchter und Powerfrau. Ein ganz persönliches Interview – mit Hexen, Ostsee und Quiche.

Name: Charlotte
Alter: 37
Beruf: Unternehmerin
Wohnort: Berlin
Lieblingsspruch: Du bist da, wo deine Gedanken sind. Siehe zu, dass deine Gedanken dort sind, wo du sein willst.

1 // Wen siehst du, wenn du in den Spiegel guckst? 

Die Frage sollte wohl eher heißen „wie viele?“ (lacht).

Aber im Ernst: variiert das Selbstbild nicht immer auch mit der jeweiligen Situation, in der man sich gerade befindet? Manchmal sehe ich eine zerzauste Mutter, die entnervt ihren Kindern die Zähne schrubbt – mal wiederum eine selbstbestimmte Frau, die ihr Leben in vollen Zügen genießt. Und dann noch alle Variationen dazwischen. Alles in allem sehe ich aber eine glückliche und optimistische Person, die viel auf die Kette bekommt und mit ihrem Leben sehr zufrieden ist.

2 // Gemeinsam mit deiner Mitgründerin Julia hast du die App ‚Momunity’ herausgebracht. Für alle, die diese nicht kennen: Was ist Momunity genau?

Momunity ist eine Community speziell für Mamas. Wir wollen uns Müttern das manchmal ganz schön nervenaufreibende und einsame Mamasein erleichtern: durch stärkende Worte, helfenden Austausch, gegenseitige Unterstützung und gemeinsame Stunden im Alltag mit den Kids. Mit unserer Momunity App können Mamas andere Mütter in ihrer Nähe auffinden, sich vernetzen, austauschen, gemeinsame Unternehmungen planen und neue Freunde finden. Wir sind mittlerweile eine Community von tausenden tollen Frauen in ganz Deutschland und täglich werden es mehr. Die Momunity App kann im App Store und bei Google Play kostenfrei heruntergeladen werden. Und weitere Infos gibt es natürlich auch auf unserer Website unter www.momunity.com

3 // Wie kamst du auf die Idee, eine App zum Vernetzen und Austausch für Mütter zu gründen, obwohl es ja schon WhatsApp & Co. gibt? 

Nach der Geburt meiner ersten Tochter merkte ich, wie allein gelassen wir Mamas manchmal doch sind. Mein Freundeskreis veränderte sich und ich suchte nach anderen Müttern in meiner Nähe, um mich über mein neues Leben auszutauschen und auch ein bisschen, um die Tage rumzukriegen. 

WhatsApp & Co erfüllen leider nicht in Gänze die Bedürfnisse, die wir Mamas haben. Wir wollten ein Tool, mit dem wir sehen können, welche Mamas in unserer Umgebung wohnen, um uns mit diesen auch offline zusammenschließen zu können. Wir wollten wissen, was in unserer Umgebung mit Kids so los ist. Wir wollten Unternehmungen auch mal kurzfristig planen und Mutterfreundschaften unverbindlicher eingehen können. Wir wollten unser Mamanetzwerk auf einer einzigen Plattform bündeln, aber dennoch mit jedem individuell kommunizieren können. Wir wollten einen geschlossenen Raum, in dem wir uns unseren individuellen Themen rundum wohl fühlen können. Ein Ort, der bestärkt, an welchem wir Mamas Antworten auf unsere Fragen finden, Freundschaften schließen und echte Unterstützung erhalten – so wie das Dorf, welches jede Mama braucht, um ein Kind groß zu ziehen. 

4 // Von Anfang an groß denken! Ich (Marieke) bin immer noch begeistert, dass du das getan hast. Woher hast du den Mut und die Sicherheit genommen? 

Dasselbe frage ich mich rückblickend auch manchmal. (lacht) Ich glaube man muss schon ziemlich von der Idee überzeugt sein, um so etwas anpacken zu können. Das war und bin ich einfach. Ich glaube aber auch, dadurch, dass man auf seinem Weg immer nur bis zur nächsten Ecke schauen kann und nur einen kleinen Schritt vor den anderen setzt, nie aber den ganzen langen steinigen Weg vor sich sieht, erscheinen einem die Hürden, Herausforderungen und Umwege nicht so bedrohlich groß. Die Sicherheit, niemals tief fallen zu können, hat mir zuletzt meine tolle Familie gegeben. 

5 // Wann kam für dich der Punkt, wo du merktest, Partner mit ins Boot zu holen?

Ich wollte Momunity von Anfang an nicht alleine machen, dafür bin ich zu sehr Hund statt Katze. Seit Anfang 2018 habe ich deswegen Julia, meine wunderbare Mitgründerin an meiner Seite. Zusammen hat man nicht nur differenziertere Sichtweisen, sondern kann sich auch prima gegenseitig aufbauen, Durchhalteparolen grölen und letzten Endes macht die ganze Arbeit einfach viel mehr Spaß. 

6 // Hand aufs Herz: Gab es Momente, wo du gezweifelt hast?

Ja, na klar. Zuletzt heute morgen. (lacht) Irgendwann ist man so versunken in seinen Visionen, Konzeptionen und eingeschränkten Gedanken, dass man Angst hat die Objektivität zu verlieren und sich zwangsläufig fragt, ob das alles überhaupt Sinn macht, was man da macht. Aber spätestens das großartige Feedback der Mamas und Momunity-Nutzerinnen da draußen, welches wir jeden Tag aufs neue bekommen, gibt uns den Antrieb das große Ziel nicht aus den Augen zu verlieren.  

7 // Was möchtest du noch unbedingt in deinem Leben erreichen?

Das ist eine große Frage, auf die ich ad hoc nur eine Antwort habe: „Gut reisen, ist wichtiger, als anzukommen.“ 

8 // Du bist selbst Mutter von zwei Kindern. Was ist dein Geheimnis, um Kinder, Job und Freizeit unter ein Hut zu bekommen?

Manchmal zweifle ich daran, ob das überhaupt geht. (lacht) Also ein Geheimnis habe ich nicht, wer eins hat, gerne an mich weiterleiten! Ich denke, es ist aber auch immer eine Frage der Organisation, Flexibilität, familiärer Unterstützung und Priorisierung. Man sollte den eigenen Perfektionismus auch mal beiseite schieben (was mir wohl am schwersten fällt), für eigene Dinge einstehen… und in allem was man tut unbedingt gelassen bleiben! 

9 // Was würdest du kochen, wenn wir dich zu Hause besuchen würden?

Quiche. Wann kommt ihr?

10 // Stell dir vor, du könntest deinem Ich von vor 10 Jahren einen Tipp geben. Was würdest du dir selbst raten?

Meine ersparten 3 Mark 80 in Bitcoins zu investieren. (lacht) 

11 // Welche Superkraft hättest du gerne?

Ganz klar „Hexen“. Damit erübrigen sich alle anderen Superkräfte.

12 / In unserem Blog geht es darum, sich das Leben (egal wie) schön zu machen. Wie machst du es dir schön?

Das hört sich etwas schräg an: Aber das Leben ist so schön, wie du es findest. Deswegen versuche ich vor allem, meine Gedanken dahingehend zu lenken. Das macht mir das Leben insgesamt schöner und einfacher. Und darüber hinaus versüße ich mir den Alltag ab und an durch Herbst-Spaziergänge an der Ostsee, leckeres Essen, tiefe Gespräche mit Freunden, Entspannung im Spa, einem richtig guten Buch oder indem ich mit meinen liebsten Freunden die Nacht zum Tag mache.

Wir danken dir liebe Charlotte

Es war uns ein Fest deine Antworten zu lesen! Und mir (Marieke) gibt die Mounity-App Hoffnung auf Mütterbekanntschaften, auch wenn ich auf ein einsames Dorf ziehen sollte ; )

MACH’S DIR SCHÖN 
Adebars Töchter

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