10 Tipps gegen den Winterblues

von Wiebke

Nass, kalt, dunkel… Herbst und Winter sind tatsächlich für jeden vierten Deutschen eine echt emotionale Herausforderung! Besonders Frauen leiden unter dem so genannten Herbst- oder Winterblues haben Forscher herausgefunden. Tipps dagegen gibt es viele – ich habe sie im Langzeitexperiment getestet und Erstaunliches herausgefunden. Gespannt?

Herbstdrepressionen und Winterblues

Das fehlende Licht setzt etlichen Menschen zu – und ich bin leider eine davon. Warum ist das so? Lange dachte ich, es läge nur am Licht. Tut es auch – aber nur zum Teil. Ich will der Sache auf den Grund gehen und spreche dazu mit dem Psychologen Florian Klampfer. Danach weiß ich: es hat ganz viel mit einem selbst zu tun. Dazu gleich.

Klar, jeder kennt das wohl, dass die vermehrte Dunkelheit einem mal zusetzt. Aber wann ist es nur eine Verstimmung und wann ist es eine saisonale Depression? Experten sagen dazu: „Wer länger als 2 Wochen am Stück richtig niedergeschlagen ist, sollte handeln!“. Dann spricht man von SAD – saisonal abhängiger Depression. Und ich bin ehrlich zu mir selbst: der Herbst und Winter zieht sich bei mir wie ein unfassbar zähes Kaugummi. Also: Zeit zum Handeln!

Drei Monate Selbstversuch

Ich selbst würde mich als #teamfrühling-Mensch bezeichnen. Ich liebe die Kraft die von ihm ausgeht. Die ersten glücklichen Gesichter die in Straßencafes zu finden sind, die ersten wärmenden Sonnenstrahlen, das erste Grün was sprießt. Ich liebe den Aufbruch. Und deswegen ist der Herbst, noch besser gesagt der Winter, so gar nicht mein Fall.

„Der Lichtmangel hat zur Folge, dass der Körper das Glückshormon Serotonin nicht ausreichend produzieren kann. Dafür bildet er aber eventuell zu viel Melatonin, sozusagen das Schlafhormon. Das führt dazu, dass man sich müde und schlapp fühlt und am liebsten im Bett bleiben möchte.“

Stern.de

Ich will mich nicht länger runterziehen lassen sondern das Problem aktiv angehen. Kann ja nicht sein, dass eine Jahreszeit mich so im Griff hat. Als TV-Reporterin habe ich also drei Monate den Versuch gemacht und mir professionelle Tipps geben lassen. Hier zeige ich euch, was ich ausprobiert habe und was wirklich etwas gebracht hat.

10 Tipps um den Winterblues loszuwerden

Kurze Anmerkung: das sind meine ganz persönlichen Erfahrungen und haben keine Allgemeingültigkeit. Die nachfolgenden Tipps helfen vielen Menschen – probiere sie gerne aus. Solltest du dich im Herbst und Winter aber extrem schlecht fühlen, sprich am besten mit deinem Hausarzt.

1. Gefühlstagebuch

Der Tipp vom Psychologen Florian Klampfer klingt erst ein mal banal: aufschreiben wie man sich fühlt. Was das bewirken soll? Je mehr man schreibt ums so mehr wird einem bewusst, dass doch nicht alles so schlimm ist wie gedacht. Drei Monate lang habe ich mir kurz notiert wie mein Tag war – und siehe da: auch im tiefsten Winter habe ich mich über die Sonne gefreut oder habe herrliche Spaziergänge gemacht. 

2. Lachmuskeltraining

Wissenschaftlich ist bewiesen: auch unechtes Lächeln hilft um gute Laune zu bekommen. Wir können unser Gehirn nämlich einfach austricksen. Die Aufgabe: sich jeden Tag eine Minute vor den Spiegel stellen und lächeln. Leute, das klappt wirklich und ist einer der besten Tipps die ich bekommen habe. Kostenlos und effektiv. Ein Highlight!

Tricks dein Gehirn aus

3. Lichttherapie

Licht hilft. Immer. Tageslichtlampen sollen da viel Nutzen bringen, klar dass ich das ausprobiert habe. 1. Im Büro haben wir Tageslichtbirnen eingesetzt. Das leicht bläuliche Licht wirkt zwar nicht sexy – aber es hat mich tatsächlich wachgehalten.

2. habe ich eine Tageslichtleuchte getestet. Das Modell TL 30 ist tatsächlich ein zertifiziertes Medizinprodukt. Das Tablet-große Ding versorgt mich mit dem, was mir in der dunklen Jahreszeit fehlt: Licht. Und ja, das fühlt sich tatsächlich gut an und hellt meine Stimmung auf. Das allerdings nicht gleich nach der ersten Anwendung – man muss schon dranbleiben. Mit rund 40,00 Euro ist sie auch nicht so teuer, so dass man den Versuch durchaus wagen kann. Ein Gang ins normale Solarium bringt übrigens gar nichts, so Forscher. Die UV-A Strahlen bräunen zwar unsere Haut – mehr aber nicht.

4. Soulfood

Schokolade vertreibt Kummer und Sorgen, sagen Schokoliebhaber. Und tatsächlich hilft es vielen Menschen im Winter Dinge zu essen, die „gut für die Seele“ sind. Warme Suppen, deftige Speisen, Kohlenhydrate – prädestiniert für die Winterzeit. Das geht allerdings genauso auf die Hüften wie im Sommer – deswegen bin ich bei diesen Dingen eher zaghaft. 

5. Zitrusfrüchte

Es gibt etliche Studien die belegen, dass Zitrusdüfte die Stimmung anheben. Besonders Orange hat bei mir Wunder bewirkt und deswegen habe ich den Tag gleich damit begonnen. Im Winter gibt es seitdem nur noch Duschgel mit Orangenduft. Ab und zu darf es auch eine Aromalampe mit ätherischen Ölen sein. Aber Achtung: viele Menschen reagieren allergisch auf Duftstoffe – also Vorsicht. Orangen, Grapefruits, Zitronen, Mandarinen – all das passt zudem auch noch perfekt auf den Nahrungsplan im Winter. Nicht nur wegen des Dufts – sondern auch wegen des Vitamin C.

6. Vitamin D

Vitamin D ist eigentlich kein Vitamin – sondern ein Hormon. Und der Mangel daran sorgt nachweislich für depressive Stimmung zur dunklen Jahreszeit. Jetzt könnte man sagen: da hilft Licht! Aber es kommt darauf an, welches! Will man seinen Vitamin-D-Speicher aufladen, gelingt das nur mit UV-B Strahlen – und diese findet man leider weder im Solarium oder bei Tageslichtlampen.

Um mehr Vitamin D zu erhalten kann man entweder spezielle UV-B Lichtduschen nutzen oder man versucht den Mangel durch bestimmte Nahrungsmittel anzuheben: Fetter Fisch (Hering, Lachs, Makrele), Avocado, Eier, Innereien oder Käse. Doch den Speicher füllt das nie voll auf – wir brauchen einfach die Sonne. Deswegen: am besten sonnenbaden im Winter! 

7. Heilung aus der Natur

Die Apothekerin Anke Grabow kennt zig Kunden die wegen dieser saisonalen Stimmungsschwankungen zu ihr kommen. Ihnen (und auch mir) empfiehlt sie Rosenwurz, Magnesium und Johanniskraut. Letzteres findest du hochdosiert im Medikament Laif 900 Balance welches sie bei Herbst- und Winterdepressionen empfiehlt. Aber auch ein Tee aus Sommerblüten hilft um das Gemüt zu erhellen. Mich bringt ein Tee mit Rosenblüten schon in eine herrlich sommerliche Stimmung. 

8. Glückskiste

Wer mal down ist, dem kann eine so genannte Glückskiste helfen. Darin legst du Dinge, die dich auch im Winter an den Sommer erinnern: Blüten, ein Urlaubsfoto oder was auch immer dich glücklich macht. Auch das habe ich ausprobiert – doch ganz ehrlich: mir hat das nicht wirklich was gebracht.

9. Bewegung

Neuste Studien belegen: Sport macht wirklich glücklich. Forscher fanden heraus, es macht so glücklich wie Geld. Ok. Jeder der sich bewusst auspowert kennt wohl das Glücksgefühl welches danach entsteht. Und diesen Effekt kann man wunderbar gegen Herbstdepressionen oder Winterblues nutzen. Also: ab in die Turnschuhe oder in die Winterstiefel und raus in die Natur. Bei mir hilft das extrem. 

10. Akzeptanz

Das ist etwas, was ich gar nicht auf dem Schirm hatte – obwohl es so nahe liegt. Durch das Expertengespräch mit Psychologe Florian Klampfer habe ich begriffen, warum es mir im Winter zusätzlich nicht gut geht. Ich bin ein Frühlingsmensch, mag die Kraft mit der sich alles neu entwickelt. Genau darum habe ich meine Probleme mit dem Rückzug der Natur: ich bin ungeduldig und dynamisch. Deswegen heißt es für Menschen wie mich besonders: akzeptieren! Man soll es wie die Natur machen: und die zieht sich ja nun auch mal zurück. Puh. Gar nicht so einfach, ich bin dran.

Meine Top 3 gegen den Winterblues

Drei Monate Selbstversuch, zehn Tipps gegen die saisonale Depression. Was hat mir am besten geholfen?

Mittlerweile geht es bei mir im Herbst und Winter nicht mehr ohne Orangenduft – das bewirkt bei mir wirklich Wunder!

Zudem: Lachmuskeltraining. Das mache ich allerdings nicht mehr eine Minute am Tag – ich achte zur „kritischen Zeit“ den ganzen Tag darauf, meine Mundwinkel leicht nach oben zu ziehen. Klappt super!

Licht. Licht. Licht. Die Gassirunden mit meinem Hund zelebriere ich viel mehr und schoppe meine Ärmel dabei auch mal nach oben um mehr UV-B Strahlen aufnehmen zu können. 

Erzähl mal, was sind deine Erfahrungen mit dem Winterblues? Und was hilft dir? Ich freue mich über deine Tipps!

Eure
Wiebke

MACH’S DIR SCHÖN 
Adebars Töchter

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