LANG MAL WEG: Mauritius – ein perfektes Reiseziel (vor allem in der Elternzeit)

von Marieke

Elternzeit: uns war klar, dass wir einen langen und besonderen Urlaub machen möchten. Einen, der in Erinnerung bleibt. Aber wohin? Mauritius stand ganz oben auf der Wunschliste. Aber können wir uns das leisten? Das Mauritius nicht viel teurer ist als Mallorca und warum die Insel genau das richtige Reiseziel (mit Kind) ist, erzähle ich dir gerne.

Mauritius – (M)ein Traum wird wahr

Ein kleiner Punkt im großen weiten Meer. Nebenan Madagaskar. Zudem noch weißer Sandstrand, Multikulti und jederzeit herrliche Temperaturen. Das ist Mauritius.

Seitdem meine Eltern vor knapp zwanzig Jahren auf der Insel waren, ist es mein Wunsch, auch mal nach Mauritius zu reisen. Nun, in der Elternzeit, wurde mein Wunsch wahr. Doch uns bewegten zuvor folgende wichtige Fragen…

Ich fühle mich pudelwohl auf Mauritius

Können wir uns einen Urlaub auf Mauritius leisten?

Mauritius ist viel zu teuer – das dachte ich zu Beginn. Also machte ich mich schlau über Mallorca und Sardinien. Doch schon bald musste ich feststellen, dass die Flüge zwar viel billiger sind, die Unterkünfte aber wahnsinnig teuer. Denn schließlich sind wir ja nun zu viert! Zudem nichts mit schönen Nebensaisonpreisen. Und bei drei Wochen Urlaub geht das ganz schön ins Geld. Also wieso dann nicht in der Summe ca. 1.000 Euro mehr ausgeben und endlich den lang gehegten Wunsch erfüllen? Nicht mehr lange, und wir müssen vier Plätze im Flieger buchen… Wenn nicht jetzt, wann dann?

Ist Mauritius das richtige Reiseziel mit Baby und Kleinkind?

Ja, Mauritius ist perfekt für die Elternzeit und Urlaub mit Kindern. 10 Gründe sprechen für Mauritius:

  1. Kaum Zeitverschiebung
  2. Super kinderfreundlich und überall nette Menschen – vom Busfahrer über die Bäckersfrau bis hin zum Hoteldirektor
  3. Keine gefährlichen Tiere oder Krankheiten
  4. (politisch) sicher
  5. Seichtes, warmes Wasser zum Plantschen, Spielen und Schwimmen. Durch das Riff bleiben Quallen, Haie und Co. zum Glück weit weg
  6. Man bekommt alles im Supermarkt – vom Gläschen bis hin zur Wickelunterlage
  7. Es gibt eine gute ärztliche Versorgung
  8. Perfekte Temperatur. Besonders empfehlen kann ich den beginnenden Sommer – im September
  9. Neben Sonne und Strand gibt es viel zu entdecken, z.B. alte Kolonialvillen, Riesenschildkröten, Whale Watching, grüne Berge, etc.
  10. Es gibt DEN Spielplatz überhaupt: den langen Sandstrand!

Und was ist mit dem langen Flug?

Ja, der Flug ist lang. Ca. 13 Stunden. Dafür hat Mauritius aber den klaren Vorteil, dass es nur zwei Stunden Zeitunterschied sind. Und das ist super. Das haben wir damals schon bei unserer ersten Elternzeit in Kapstadt wertgeschätzt. Und zum Flug eine klare Empfehlung: immer einen Nachtflug buchen, auch wenn dieser ggf. teurer ist. Die Kinder schlafen, man kann schon mal in Ruhe mit nem Glas Wein auf den Urlaub anstoßen und der Flug vergeht viel schneller. Und sollte das Kind doch nicht schlafen wollen, so gibt es auf Langstreckenflügen eine große Auswahl an Filmen ; )

Mauritius – Ferienhaus oder Hotel?

Auch diese Frage stellten wir uns zu Beginn. Da wir den Luxus von drei Wochen Urlaub genossen, haben wir uns für beides entschieden – 10 Tage im Ferienhaus mit Selbstversorgung und anschließend 10 Tage im Hotel mit All-Inclusive. Auf diese Weise haben wir auch zwei Regionen von Mauritius kennengelernt. Kurzum: wer es sich zeitlich leisten kann, dem empfehle ich einen Ortswechsel mit einzuplanen. Und ob Hotel oder Ferienhaus, das ist absolute Geschmacksache.

Bunte Vögel im Bilderrahmen – und im eigenem Garten

Und, haben sich unsere Wünsche erfüllt?

Ja, das haben sie! Zum Glück haben wir das Ersparte in den Urlaub investiert. Denn „Quality Time“ ist einfach das Wertvollste auf der Welt. Elternzeit: Zeit zum Reden, Lachen und Zeit, um als (neue) Familie zusammen zu wachsen.

Gerne gebe ich dir Tipps für deinen Mauritiusurlaub:

Den Westen von Mauritius entdecken

Südlich der Hauptstadt Port Louis liegt der kleine Ort Albion. Hier waren wir die ersten 10 Tage. Ca. 5.000 Einwohner, ein Leuchtturm, kaum Tourismus und irgendwie verschlafen. Also echt original. Wohnen unter den Einheimischen. Genau nach unserem Geschmack!

Das Verrückte: wir haben für nur 100 EUR/Nacht ein ganzes Haus gemietet, inkl. drei Schlafzimmern, zwei Bädern, Garten, Balkon und Hausservice! 4x in der Woche wurde für uns sauber gemacht und 1x in der Woche kam der Gärtner. Auf diese Weise brauchten wir uns um fast nichts kümmern und konnten wirklich runterkommen. Bei der Größe des Hauses war es auch ein Leichtes, unsere Eltern zu fragen, ob sie uns begleiten wollen. Genauer gesagt waren meine Schwiegereltern mit dabei. Eine super Entscheidung.

Mein Special-Tipp: verreise mit den Großeltern

Denn verreisen mit den Großeltern macht nicht nur den Kindern und Oma & Opa Spaß, sondern vereinfacht auch vieles. So konnte ich morgens zum Beispiel Sport machen, währenddessen sich meine Schwiegermama um Piet gekümmert hat. Oder der Opa kümmerte sich um den Abwasch. Tipps, die mir zudem geholfen haben, im Urlaub mit Kleinkindern Erholung zu finden, habe ich dir an anderer Stelle schon mal verraten.

Aber nun zurück zum Westen, genauer gesagt Albion. Der Ort hat zwei wunderschöne Strände. Den Public Beach und dann den anderen beim Hotel Club Med, der übrigens auch frei zugänglich ist. Denn auf Mauritius gehört jeder Strand jedem. Perfekt! Zuletzt genannter war unserer Hausstrand, da er nur fünf Gehminuten vom Haus entfernt liegt. Und er ist einfach herrlich! Eine wunderschöne Bucht mit Mangrovenbäumen, kaum Korallen und – natürlich – kristallklarem Wasser. Nicht nur die Kinder genießen es, in diesem sanften und warmen Wasser zu plantschen und zu schwimmen.

In der Woche können wir den Strand fast alleine genießen. Am Wochenende ist es dann recht voll. Denn die Mauritier lieben ihren Strand und machen am Wochenende liebend gerne Picknick mit der Familie und Freunden – gerne mit Bier oder heimischem Rum. Doch all das ist nicht störend. Im Gegenteil. Es macht Spaß, zuzugucken. Kein Gegröle, keine Müllberge, keine blöden Sprüche – einfach nur Lebensfreude!

Mehr als nur Strandurlaub

Das Schöne an dem Westen ist, dass man den Bergen ganz nah ist. So ist man ruckzuck im Naturschutzgebiet. Das war auch ein Grund, warum wir uns für Mauritius als Reiseziel entschieden haben. Denn wir wollten nicht nur Sonne und Strand, sondern auch Berge und schöne Ausflugsziele.

5 Highlights im Westen von Mauritius

  1. Black River Gorges National Park: Rundfahrt mit dem Taxi durch die grünen Berge – mit Essenstop und grandiosem Ausblick im Restaurant
  2. Baden am berühmten weißen langen Sandstrand Flic en Flac
  3. Perfekt für kleine und große Kinder: Casela World of Adventures – Abenteuerspielplatz mit Rutsche, Zipline und Hängebrücke, Botanischer Garten und Tierpark in einem
  4. 1x Eintritt zahlen und Folgendes sehen: Wasserfall “Cascade Chamarel”, Riesenschildkröten, siebenfarbige Erde
  5. Ausflug zum Grand Bassin: kleiner heiliger indischer See mit schönen bunten Götterfiguren und Tempeln. Nicht nur Touristen kommen hier her, sondern auch viele Gläubige, die ihre Opfergaben und Gebete da lassen – und Affen, die die Opfergaben (z.B. Äpfel) gleich wieder klauen und auffuttern

Den Norden von Mauritius entdecken

Der Norden ist die wichtigste touristische Region von Mauritius. Man muss sich also bewusst sein, das es hier um einiges touristischer ist: viele Geschäfte, Restaurants, enge Bebauungen und kaum ein freier Strandabschnitt. Trotzdem: schön hier.

Grand Baie und Cap Malheureux sind zwei bekannte Namen, wenn man von dem Norden spricht. In Grand Baie reiht sich ein Hotel neben dem nächsten. Kein Strandabschnitt ist mehr unbebaut. Ich selbst finde die Strände hier schön, die im Westen aber besser, da es die scharfen Korallen hier ziemlich dicht an den Strand schaffen. Baden kann man nichts desto trotz wunderbar.

Cap Malheureux ist bekannt für seine kleine Kirche am Strand mit dem knallroten Dach. Mehrere Hochzeiten finden hier am Tag statt – meist von Chinesen. Wenn man sich aber ein wenig mehr Zeit für diesen Ort nimmt, als nur ein paar Fotos zu schießen, dann kann man die besondere Atmosphäre genießen. Ca. 100 Meter von der Kirche entfernt hängen zwei selbstgebaute Schaukeln im Baum. Wir haben locker eine Stunde hier verbracht – mit Schaukeln, im Sand spielen und frischer Kokosnuss schlürfen. Ach ja: und wir haben dem Fischer zugeschaut, wie er seinen Fang bunter Fischen entschuppt hat. Besonders unsere Tochter war davon sehr beeindruckt und durfte natürlich auch mal die (toten) Fische halten.

Zwischen Grand Baie und Cap Malheureux befindet sich Coin de Mire. Genauer gesagt ist es seine vorgelagerte Insel. Aber auch die Busstation heißt so, wo sich unser gleichnamiges Hotel befindet – Hotel Coin de Mire Attitude. Auch wenn dieses Hotel nur drei Sterne hat, so kann ich es uneingeschränkt empfehlen! Super lieber und aufmerksamer Service, frisch renoviert und stilvoll eingerichtet, relativ klein und daher fast schon familiär, lecker Essen, drei schöne Pools und sogar ein kleiner KidsClub. Kurzum: perfekt!

5 Highlights im Norden von Mauritius

  1. Whale Watching, Tauchen oder Kite-Surfen für jeden ist was dabei
  2. Port Louis: Markthalle und Waterfront
  3. Cap Malheureux: die Atmosphäre und Meerblick rund um die berühmte Kapelle Notre Dame Auxiliatrice genießen
  4. Grand Baie: wer Tourismus, eine große Auswahl an Restaurants und Geschäften sucht, der ist hier richtig
  5. Botanischer Garten von Pampelmousse – den wir leider nicht gesehen haben, da wir die Befürchtung hatten, dass er unserer 3,5-jährigen Tochter zu langweilig ist

Ein Tipp für Mauritius, den du sicherlich noch nicht gehört hast:

Champ de Mars – Pferderennen in Port Louis. Es handelt sich hier tatsächlich um die zweitälteste Pferderennbahn der Welt! Vermutlich ist deswegen der Pferdesport so beliebt bei den Einheimischen. Amüsant: es sind fast nur Männer vor Ort, um zu wetten. Frauen und Kinder haben übrigens – bis auf an den wenigen wirklich großen Rennen im Jahr – kostenlosen Eintritt!

Es macht wirklich Spaß sich die Rennen und vor allem die Anlage und die Atmosphäre anzuschauen. Das komplette Gegenteil von dem, was ich so kenne: T-Shirt und FlipFlops, statt Hemd und Lederschuhe. Kaum Gastronomie, stattdessen jede Menge Wettbüros. Parkplätze statt grünem Rasen im Inneren der Rennbahn.

Unterwegs auf Mauritius: Bus, Taxi oder Mietwagen?

Einen Mietwagen kann man kriegen, ist aber nicht empfehlenswert, da teurer und aufwendiger. Stattdessen ruft man sich einen privaten Chauffeur, der einen den ganzen Tag über die Insel kutschiert, oder ein Taxi. Keine Angst: ist nicht teuer. Ca. 70 Euro. Wer es abenteuerlicher, super günstig und authentischer mag, fährt Bus. Gerade im Norden fährt der alle 10 Minuten. Aber Achtung: die alten Busse knattern so laut, dass man seinen Sitznachbarn nicht versteht : )

 

MACH’S DIR SCHÖN 
Adebars Töchter

PS: Warst du in der Elternzeit auch im Urlaub? Welches ist dein Reiseziele, das du empfiehlst? Freuen uns von dir zu hören – gleich unten in den Kommentaren.

 

Redaktioneller Post: das heißt freiwilliger Inhalt, freiwillige Nennungen/Verlinkungen von Marken und Orten.
Werbung wird in unseren Beiträgen als solche deutlich markiert. 

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.