Family First. Ein Liebesbrief auf die Familienbande

von Marieke

Die Familie ist das Nest, aus dem man stammt. Es sind nicht nur die Gene, die auf den Lebensweg mitgegeben werden, sondern auch die Erziehung und der Umgang miteinander. Respekt, Liebe und Toleranz sind wichtige Eckpfeiler. Das Fundament des Lebens.

Gekommen, um zu bleiben

Seit ich selbst Mutter bin, hat Familie für mich eine weitere, tiefere Bedeutung erhalten. Auf einmal habe ich meine eigene kleine Familie. An manchen Tagen frage ich mich: „Sind das wirklich meine Kinder? Bleiben die wirklich für immer? Bin ich wirklich schon Mutter? Was für ein Glück habe ich bitte, eine solch unglaubliche Familie zu haben?“

Mit der Geburt eines Kindes verändert sich alles

Der Tiger in dir

Stolz und Glück überkommt mich, wenn ich an meine Tochter und meinen Sohn denke. In jeder Situation würde ich sie bis aufs letzte Blut beschützen und verteidigen. So wie meine Mutter sich zu einem Tiger verwandelt, wenn es um das Wohl ihrer Kinder geht. Um mich und Wiebke.

Mit der Mutterrolle steigt meine Hochachtung gegenüber meinen Eltern. Ich wusste schon vorher, dass wir eine tolle Familie sind. Aber die Leistung die dahinter steht, erfasse ich erst jetzt. 

Familie heißt nicht gleich Glück

Ich weiß, dass ich sehr viel Glück habe, eine solch wunderbare Familie zu besitzen. Eine, in der man sich umarmt, sich sagt, dass man sich lieb hat, in der gestritten und versöhnt wird. Sowohl meine Eltern als auch meine Schwiegereltern sind nicht geschieden und ich hoffe, dass auch Jan und ich immer Hand und Hand durchs Leben gehen werden.

Die traurige Wahrheit ist: Im Jahr 2017 betrug die Scheidungsquote in Deutschland rund 37,67 Prozent (Quelle: Statista). Und eine Scheidung führt oft zu unschönen Streitigkeiten, wo oftmals Kinder besonders drunter leiden.

Ebenfalls traurige Zahlen: 138.893 Menschen wurden 2017 in Deutschland von ihrem Partner oder Expartner misshandelt, gestalkt oder bedroht. Darunter waren 113.965 Frauen, also 82 Prozent (Quelle: Bundeskriminalamt). 

Aber all diese Zahlen lassen mich nicht an dem Konstrukt Familie zweifeln. Einer für alle – alle für einen!

Hand in Hand durch’s Leben – hoffentlich für immer

Zuhören und verstehen

Bei uns in der Familie wurde immer viel geredet und zugehört. Jeder hat den Freiraum, sich zu entwickeln. Uns Kindern wurde zum Glück keine Vorgaben gemacht hinsichtlich Schulausbildung oder Beruf. Noch heute wird diese Offenheit gelebt. Deshalb ist es für mich selbstverständlich, meine Familie um Rat zu fragen. Sie ist es, die mich am besten kennt und mir an der ein oder anderen Stelle hilft, wo ich noch gar nicht weiß, dass ich Hilfe benötige.

Am Tisch essen, reden und zuhören

Das gemeinsame Essen ist auch bei meiner eigenen kleinen Familie ein fester Bestandteil im Alltag . Es ist nicht nur gemütlich, sondern auch ein Ort des Austauschs. Jeder von uns erzählt am Ende des Abends wie sein Tag war. Und meine Vierjährige Tochter Maartje legt ganz viel Wert darauf, dass derjenige, der gerade erzählt auch nicht unterbrochen wird.

Gemeinsames Essen fördert den Austausch und Kinder lernen zurück zu blicken, und Erlebtes – der Reihe nach – in Worte auszudrücken. 

Familienrituale

Bestimmte Rituale gehören aus meiner Sicht zu einem Familienleben dazu. Bei uns war es u.a. das sonntägliche Abendessen. Wir haben uns gegen 17:00 Uhr auf einen Aperitif getroffen und danach gab es ein schickes Abendessen. Meist zauberte meine Mutter drei Gänge auf den Tisch. Auf diese Weise gab es viel gemeinsame Zeit zum Reden, Zuhören, Spielen und Lachen. Und vermutlich wurde so der Grundstein für unsere Leidenschaft für gutes Essen gelegt : )

Heute ist das morgendliche Frühstück mein heiliges Ritual. Mit der Familie Tee trinken und Müsli essen gehören zum Start in den Tag einfach dazu. Dafür stehe ich gerne früher auf – Quality-Time im Alltag. 

Von dem Gefühl, dass uns nur die Familie geben kann

Ob Jogginghose, Abendkleid, rote Schnupfnase oder Beautymaske – unsere Familie kennt uns in jedem Outfit. Und auch wenn das ein oder andere nicht ganz gemocht wird – mein Mann hasst zum Beispiel meine Fishermans Pants aus Thailand sowie meine Espadrilles in Leo-Optik – so liebt man sich doch immer. Und akzeptiert bzw. toleriert so einiges.

Dieses Gefühl vom völligen Loslassen und Geborgensein, kann meiner Meinung nach nur die Familie geben. Selbst bei besten Freunden reißt man sich doch ein wenig zusammen. 

Mehrgenerationenhaus: Lasst uns (wieder) zusammen wohnen 

Wie es ist, wenn man merkt, dass die Eltern alt werden, haben wir euch schon einmal erzählt. Irgendwann kommt der Punkt, an dem man die Fürsorge seinen Eltern zurückzugeben möchte – und muss.

Mit generationsübergreifendem Wohnen meine ich nicht, dass man sich die Küche und das Bad teilt. Aber durchaus denkbar finde ich das Konzept, dass man in einem gemeinsamen Haus mit separaten Wohnungen oder im gleichen Ort wohnt. Also ganz nah, und doch jeder für sich.  Auf diese Weise kann das zurück gegeben werden, was man als Kind empfangen hat. So funktioniert Familie – eigentlich – seit Menschengedenken. Denn, Hand auf’s Herz: Wer hat schon Lust auf ein Altenheim, auf ein Leben auf ein paar Quadratmetern, Abendessen um 18:00 Uhr und schlimmstenfalls Gespräche im „Babyjargon“?

Schauen wir zurück in die Vergangenheit: „Altenpflegeheime waren ursprünglich eine Weiterentwicklung der Armen- und Siechenhäuser des 19. Jahrhunderts – in die jene am Lebensende mussten, die weder Geld noch Familie hatten. Damals allerdings gab es die heutigen Sozialsysteme noch nicht, die doch eigentlich verhindern sollen, dass Kranke und Schwache aus dem Sichtfeld genommen werden.“ (Quelle: welt.de)

Sicherlich ist es kraftraubend, einen Angehörigen zu pflegen – physisch wie auch psychisch. Aber zum Glück gibt es Unterstützung von Pflegediensten, die nach Hause kommen. GEMEINSAM SIND WIR STARK!

Mehrgenerationen(haushalt)

Jede Generation ist eine Fortsetzung der andern und ist verantwortlich für ihre Taten.

Heinrich Heine

Adebars Töchter – ein Familiending

Wir beide, Wiebke & Marieke,  lieben unsere Familie. Auch deshalb steht der Adebar in unserem Logo, wo doch der Storch zu unserem Familienwappen gehört.  Wer mehr über uns Geschwister erfahren möchte und zu der Idee des Blogs, wird hier fündig.

Was bedeutet Familie für dich? Lass es uns wissen. Wir freuen uns, deine Gedanken und Gefühle zu teilen.

MACH’S DIR SCHÖN 
Adebars Töchter

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