Wie du lernst dein Ding zu machen

von Wiebke

Manchmal braucht man einen Arschtritt. Da steckt man fest, will Bewegung im Leben, weiß aber noch nicht wie. Mir ging das so vor einem Jahr. Heute schreibe ich diesen Blog, hab mein neues Ziel gefunden. Und das kann jeder schaffen! Egal ob Twen mit tausend Ideen im Kopf, Mama nach Babypause oder oder oder. Ich gebe dir 5 Tipps, wie du das besser hinbekommst. Was das mit miesem Techno und teuren Gesichtscremes zu tun hat, das erfährst du hier…

Mein Rat an dich: werde schön!

Ja, das muss ich vorweg noch mal kurz sagen. Warte, ich erzähl es dir. Wenn es um Schönheit geht, denken viele nur an Cremes, Lotions oder Spezialbeahndlungen für den Körper. Und dafür geben wir ganz schön viel Geld aus. Laut einer Studie sogar 300 Euro pro Jahr. Aber wahre Schönheit, kommt von innen, so heißt es doch, oder? Aber was tun wir dafür? Nicht jeder macht Yoga oder autogenes Training. Aber meiner Meinung nach, sollte jeder sich die Frage stellen: bin ich glücklich und zufrieden mit meinem Leben? Habe ich zum Beispiel den Job gefunden, der mich erfüllt? Wer das mit einem „Ja“ beantworten kann, ist schon einen großen Schritt weiter, von innen heraus schön zu werden.

Was bringt Christian Bischoffs „TschakkaTschakka“ wirklich?

„Gewinner“ das Wort wird mich noch lange begleiten. In diesem Moment hab ich davon jedoch noch keine Ahnung…

Ich bin ehrlich. Als ich die Eintrittskarte zu so einem Motivations-Seminar von so einem Typen namens Christian Bischoff von meiner Schwester bekam, war ich skeptisch. Als Journalistin gehört das zu meinem Beruf, aber eben auch offen und neugierig zu sein. Aber als ich auf- und abhüpfende Menschen zu schlechter Technomusik in einer großen Halle im Werbevideo sah, verkrampfte sich alles in mir. „Nein, das ist definitiv nichts für mich“ dachte ich mir. Ich kannte zu dem Zeitpunkt weder ihn, seine Bücher, noch seinen Podcast, noch Menschen die ihn kannten… außer meine Schwester. Mein Plan: die Karte still und heimlich verfallen lassen. Doch dann kam mein Schwager Jan der fragte, ob wir zusammen hingehen. Ich konnte mich nicht mehr rausreden. Heute bin ich ihm darüber sehr dankbar.

„Bielefeld – deine Umarmung will ich (nicht)“

Bielefeld – das allein ist schon ein Witz! Ich habe mich ernsthaft für 400 Kilometer ins Auto gesetzt um mein nicht gewolltes Geschenk einzulösen. Und dann auch noch 2 Übernachtungen im Hotel dazu gebucht. Samstagmorgen: vor der Halle Hunderte von Menschen. Und einige mit roten T-Shirts die wahrlos Leute umarmen. Sie bilden das Christian Bischoff-Team – das war der Zeitpunkt, wo ich ein zweites Mal hätte schreien können. Ging aber nicht, wäre peinlich. Jan hat den Plan, dass wir getrennt voneinander sitzen. Denn wir hatten zuvor von meiner Schwester gehört, dass dieser Trainer, das nun mal empfiehlt. Nun gut.

Die Halle ist riesig. Stuhl drängt sich an Stuhl. Überall Menschen. Kein bestimmter Typ: sondern bunt gemixt. Junge Karrieretypen, Esoteriker, Normalos, Kinder, Rentner und Leute wie ich. Alle wirken sie nett. Dennoch: ich war Wiebke, ich fühlte mich wie im Job. Die Undercover-Reporterin, die Journalistin – nicht Wiebke, die was für ihre innere Schönheit tun wollte. Alles was da passiert, schreibe ich mit, um eventuell doch noch was Unerhörtes, Illegales oder wenigstens Gehirn-Manipulation zu wittern. Was für ein Quatsch. Ein Glück merkte ich das schnell.

„Meine Erfahrungen mit dem Seminar „Die Kunst dein Ding zu machen“ „

Der Titel des Seminars klingt gut. Aber was verbirgt sich dahinter? Jeder hatte im Vorfeld eine Mappe bekommen in der ich, fleißig wie eine Musterschülerin, wichtige Notizen mache. „Jeden Tag drei Schläge in die gleiche Kerbe und du fällst die älteste Eiche.” oder sowas. Das, was dieser großgewachsene blonde Typ mit Brille im Versicherungsvertreter-Look da sagt, berührt mich schon. Oder eher gesagt, er weckt Denkmuster, die ich schon als Kind beigebracht bekommen habe. Meine Eltern waren schon immer sehr spirituell und fragten sich, was der Sinn des Lebens so wirklich ist. Daher ist vieles nicht neu.

„Alles war gut. Bis das Licht abgedimmt wurde und die Musik anging…“

Mieser Techno. Von Scooter. Ich frage mich, warum die Teilnehmer um mich herum (von denen ich wusste, dass sie schon mal auf solch einem Seminar waren) so aufgekratzt sind. „Oh, jetzt kommt das Beste!“ höre ich nur. Und ich denke „Ah, dann gehe ich jetzt mal aufs Klo.“ Bin ich aber nicht. Schwerfällig fing ich an mit zu hüpfen, die Arme nach oben zu recken und kam mir dabei allerdings mit jeder Sekunde weniger blöd vor. Und dann begriff ich, was das ganze Gehüpfe wirklich soll…

„Wer Bewegung will, muss sich bewegen!“

„Vom Kopf, rein in den Körper“ sagt er dazu. Viele machen Videos: sie hüpfend, Nachbarn hüpfend, alle hüpfend. Obwohl Fotos und Videos anfangs ausdrücklich verboten wurden. Zu interessieren scheint das keinen – dafür sind alle viel zu sehr im „happy flow“. Inklusive mir. Wie gut, spüre ich, als die Halle in 2 Lager aufgeteilt wird. Rechts und links. Während rechts jubelt und frenetisch klatschen soll, darf links die Arme in die Luft zur Gewinnerpose hochreißen. Was für ein geiles Gefühl. Ich fühle mich wie ein Superstar. Ein seltsamer Moment – aber so geil. Dabei entstand dann auch dieses hochpeinliche Foto.

Ja, ich weiß. Eine ganze Herde voller Honigkuchenpferde ist nix gegen diesen Schnappschuss.

Ab sofort ist das mein persönliches Motivationsding. Jedes Mal, wenn ich noch heute die Augen schließe, mit beiden Händen das Victory-Zeichen mache, dann überkommt mich ein wohliges Gefühl. Echt. Kein Mist!

Es folgen etliche kleine praktische Übungen, allein oder in der Gruppe. Dazwischen immer wieder Anekdoten mit Motivations-Mehrwert. Am Ende des ersten Seminartages, den Samstag, folgt eine Übung, die die meisten Besucher als DAS Highlight sehen – der „Potenzial-Blick“. Die Aufgabe: jeder aus der meist 18-reihigen Stuhlreihe muss einmal nach vorne, dort 1 Minute stehen und sich von den anderen bewerten lassen. Die andern 17 haben die Aufgabe, positive Dinge aufzuschreiben, die sie in der Person sehen. Für viele gar nicht so leicht, wenn man den anderen nicht kennt. Das was mir die anderen dann „attestierten“ bewegt mich total. Obwohl mich keiner kennt, finde ich mich in deren Beschreibung total wieder. Zu wissen, dass ich eben Dinge wie „in sich ruhend“ „kreativ“ und „warmherzig“ auch ausstrahle, das ist toll. Es ist der schönste Seelenbalsam den ich je bekommen hab.

Sonntag. Weiter gehts. Meine kritischen Gedanken sind über Nacht verflogen und ich merke, dass ich hungrig auf mehr bin. Alles was ich bisher hörte war gut. Vieles aber bekannt.

„Das was ich brauchte, war, verdammt noch mal, ne Erleuchtung“

Manno. Deswegen bin ich doch hier! Ein ganzer Saal mit über 3.000 Menschen (weiß gar nicht mehr, wie viele es wirklich waren)  macht eine Traumreise: wie sehe ich mich in 10 Jahren? Ganz ehrlich: wie konnte ich diesen alten Trick vergessen? Ich weiß es nicht. Aber es hilft. Denn mit einem Mal kann ich aufschreiben, was mein eigener Sinn des Lebens ist. Und ich begreife etwas unglaublich einfaches: ich war unglücklich, weil ich meine bisherigen Ziele einfach schon erreicht hatte! Ich bin freie Redakteurin und TV-Produzentin und helfe mit meiner Arbeit, die Welt etwas besser zu machen. Ich decke auf, hinterfrage und helfe. Und dafür werde ich zudem auch noch gut bezahlt. Privat bin ich glücklich: habe einen tollen Mann, eine tolle Familie und tolle Freunde. Was ich braucht, sind einfach nur neue Ziele. Und diese Erkenntnis allein, war die Reise wert. Denn…

„Wer nicht weiß, wohin er will, muss sich nicht wundern, wo er ankommt!“

Da steckt viel drin, oder? Es ist so simpel und doch so schwer. Das Leben verläuft nun mal oft nicht nach Fahrplan. Wer sich aber keine Meilensteine setzt, kann sich eben verirren. Und das frustriert auf Dauer. Jeder der Teilnehmer wird was anderes für sich mit nach Hause genommen haben. Jeder etwas anderes wichtig finden. Das sind meine wichtigsten Erkenntnisse

5 Tipps wie du lernst, dein Ding zu machen:

  1. Befreie dich von allem Negativen (Job, Bekannte, Einstellungen)
  2. Fokussiere dich nur auf das, was dich wirklich glücklich macht
  3. Setze dir Ziele die zu dir passen und finde somit den Sinn deinen Lebens
  4. Erlaube dir zu Scheitern – aus Fehlern lernt man bekannter Weise
  5. Fang einfach an! Schreib dir eine Bucket-List!

Das empfehle ich wirklich jedem: eine Bucket-List! Schreib deine Wünsche, egal ob kleine oder gigantische, auf. Speicher sie dir einfach ins Handy – so hast du immer mal Zugriff. „Wer nicht weiß, wo er hin will, braucht sich nicht wundern wo er ankommt.“ Ab sofort erstellst du dir bewusst deinen Lebensplan.

„Mir ist bewusst, das Christian Bischoff in erster Linie eines ist: ein erfolgreicher Unternehmer. Der Geld verdient. Viel Geld.“

Der ausgeklügelte Strategien entwickelt hat, dass Teilnehmer auch die Seminare danach besuchen (und die können verdammt teuer werden). All das weiß ich. Die Frage ist nur: welchen Nutzen ziehe ich für mich ganz persönlich daraus? Gucke ich mir seine Strategien eventuell gleich ab? Vielleicht ist dieses Seminar auch nicht für jeden etwas. Aber für die Zweifler gebe ich jetzt nur noch eine Frage mit auf den Weg: woher willst du das wissen, wenn du es nicht selbst ausprobiert hast?

In diesem Sinne: spar dir doch das Geld für teure Cremes. Mach dich schön – von innen heraus!

MACH’S DIR SCHÖN 
Adebars Töchter

PS: Wie machst du dein Ding? Was macht dich glücklich? Schreib mal…

 

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2 thoughts on “Wie du lernst dein Ding zu machen

  1. Hihi, habe schon gemerkt, dass das Geschenk im ersten Moment nicht so gut ankam. Aber mir ging es ja genauso, als ich die Karte geschenkt bekommen hatte : )

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