LECKER IM… September: Äpfel

von Wiebke

Der Apfel hierzulande ein Problem: wir finden ihn langweilig. Der Umsatz bricht ein. Dabei war es doch des Deutschen liebstes Obst. Ungefähr 127 davon isst (oder trinkt) jeder von uns pro Jahr, so Studie. Und wo wir gerade bei Zahlen sind: 30.000 Sorten gibt es angeblich weltweit. Wir feiern sogar den „Tag des Deutschen Apfels“… Deswegen, armer Apfel, du brauchst Mitleid – und ein tolles Rezept…

Armer Apfel

Der Apfel ist einfach da. In jedem Supermarkt, im Schrebergarten – sogar an vielen Straßenrändern. Viele finden ihn daher gewöhnlich. Von wegen „macht dich rar, sei der Star“. Das gilt nicht für den Apfel. Obwohl wir Deutschen uns den Apfel einfach nicht wegdenken können.

Ob als Mus, als Saft, im Kuchen oder einfach so in der Obstschale. Er ist halt irgendwie immer da. Immer gut. Aber auch irgendwie langweilig. Zeit, dem zuverlässigen Stück Obst ein atemberaubendes Gewand zu liefern! Neben diesem Rezept gibts hier weiter unten im Artikel auch noch 5 tolle Gründe, warum man den Apfel einfach lieben muss. Poah, ist das ein Multi-Talent, sage ich nur.

Nach diesem Apfelstrudel wollt ihr nie wieder einen anderen essen!

Das Rezept habe ich von unserer Mama. Sie war noch nie eine große Backfee. Alles musste schnell, einfach und lecker sein. Deswegen ist dieses Rezept auch so toll. Und das sage ich, Wiebke, die Kuchen backen auch als Meditation sieht und sich auch an schwierige Rezepte herantraut. Aber ganz ehrlich: easy ist auch mal ganz schön. Vor allem: man spart sich den sonst so kalorienreichen Blätterteig! Schön.

Mamas Apfelstrudel

Zutaten (für circa 6 Portionen):

4                verschiedene!!!!! Äpfel (z.B. Boskop, Braeburn, Elstar, Jonagold, Granny Smith, Pinklady,…)
250 g         Mehl
100 g         Butter, zimmerwarm
120 g         Zucker
1/2            Päckchen Backpulver
2 Tl            Zimt
1                 Päckchen Mandelstifte
1                 Eigelb
etwas        Milch
(bei Bedarf auch noch 5 Esslöffel Sultaninen)

Und wie macht man’s?

  1. Die verschiedenen Äpfel schälen, entkernen und in kleine Stücke schneiden.
    Immer schön nebenbei naschen…
  2. Die Mandelstifte kurz in der Pfanne anrösten. So bekommen sie noch ein tolles Röstaroma.
  3. Die gerösteten Mandelstifte, 20 Gramm Zucker, 2 Teelöffel Zimt und bei Bedarf die Sultaninen zu den Äpfeln geben und alles gut vermengen. Das Ganze mindestens eine halbe Stunde ziehen lassen.
  4. Mehl, Butter, den restlichen Zucker, Backpulver, das Eigelb und einen Schuss Milch zu einem glatten Teig verarbeiten.
    Geht auch gut mit der Hand
  5. Den Teig auf ein Backpapier geben und zwischen zwei Backpapieren circa 3 Millimeter dünn ausrollen. Das solltet ihr unbedingt machen – sonst klebt euch der Teig überall dort, wo ihr ihn nicht haben wollt.
    Wirklich wichtig: ausrollen zwischen zwei Backpapieren
  6. Nun die Apfelmasse nun in die Mitte des Teiges geben. Wichtig: macht es so als wolltet ihr Burritos füllen und lasst an den Seiten auch noch Platz. Am besten funktioniert das so wie auf dem Bild. Erst beide Seiten einschlagen, dann eine Längsseite drüberlegen, zum Schluss die andere Längsseite. Die Ende leicht festdrücken damit ihr den Strudel ordentlich verschließt.
    Let’s do the burrito. Seiten hochklappen, dann die anderen beiden übereinanderschlagen.
  7. Bei 180 Grad Ober-/Unterhitze auf der mittleren Schiene für 45 Minuten goldbraun backen.
    Uuups – kleine Löcher. Macht aber nix. Ist trotzdem lecker. #Vorführeffekt

Ihr fragt euch vielleicht noch: warum verschiedene Äpfel?

Die unterschiedlichen Aromen machen den Strudel so spannend. Und dabei könnt ihr gleich mal einen Apfel-Geschmackstest machen. Wann kauft man sonst schon so viele verschiedene Äpfel? Ich habe so den Jonagold ganz neu lieben gelernt.

Nach 45 Minuten könnt ihr den Strudel aus dem Ofen nehmen. Dann einfach abkühlen lassen und später in 6 Streifen schneiden. Wer will bestreut ihn – wie Mama- zum Schluss noch mit Puderzucker. Ich lasse den lieber weg und entscheide mich eher für ne tolle Vanillesoße.

Tadaaaa: fertig! Schnell, einfach, lecker. Basta.

Guten Appetit und viel Spaß beim Nachbacken.

5 gute Gründe warum der Apfel so toll ist:

  1. Reifeturbo: wer z.B. eine Avocado schneller reifen lassen will, legt sie neben Äpfel. Denn diese verströmen Ethylengas. Das lässt die anderen um Früchte oder Gemüse schneller reif werden.
  2. Allround-Talent: der Apfel kann sich ganz schon facettenreich aus der Schale schmeißen: Mus, Saft, Chips, Tee, Kuchen,…
  3. Mineralbombe: bis zu 30 Mineralstoffe und Spurenelemente sitzen unter der Schale! Daher gut waschen und Schale mitessen!
  4. Gesund: Äpfel sind gut gegen Falten, reinigen den Körper von Stoffwechselgiften und helfen bei Gelenkschmerzen. Zu dem hilft ein geriebener Apfel bei Durchfall (unser Vater ist Arzt – der schwört auf dieses alte Hausmittel. Ich auch.)
  5. Immer da: den deutschen Apfel bekommt man wirklich immer. Nicht nur zur Erntezeit. Ausgefeilte Lagerung sei Dank.

 

Nur bei einem Mythos muss ich euch enttäuschen: ein Apfel ersetzt nachweislich nicht das Zähneputzen! Denn auch die Fruchtsäuren des Apfels greifen den Zahnschmelz an. Also: keine Ausrede mehr. Erst recht nicht nach dem Verzehr von Mamas Apfelstrudel. Leider.

MACH’S DIR SCHÖN 
Adebars Töchter

PS: Lasst mich wissen, ob er euch genauso umhaut wie mich. 🙂

 

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One thought on “LECKER IM… September: Äpfel

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