LANG MAL WEG… Bali

von Wiebke

Kennt ihr das? Da reden auf einmal gefühlt alle um einen herum über einen bestimmten Urlaubsort? Das ging mir so mit Bali. Traumhafte Strände, Schnorcheln, Surfen, Tempel und wahnsinnig schöne Natur. Vom leckeren indonesischen Essen ganz zu schweigen… Wirklich so ein Traum? Wie mein Rucksackurlaub auf der angeblichen Trauminsel ausgegangen ist… lest selbst.

Bali, Bali, Bali

Sicher kennt ihr mindestens zwei Personen in eurem Umfeld die schon mal da waren – und schwärmen. Wenn ihr selbst nicht schon mal da ward. Für die, die sich noch nicht mit der Insel beschäftigt haben, hier eine kurze Einleitung. Und tolle Bilder. So richtig Instagram-mäßig.

Bali ist eine indonesische Insel im indischen Ozean. Wer mehr wissen will, schaut bei Wikipedia vorbei. Mir reichen folgende 5 Gründe, um auf Bali Urlaub zu machen:

5 Gründe für eine Reise nach Bali

  1. Zauberhafte Natur: satte Reisfelder, atemberaubende Strände, traumhaftes Meer mit Korallenriffen
  2. Wunderschöne Unterkünfte: von billig bis megateuer
  3. Internationaler Tourismus aus fast allen Teilen der Welt
  4. Ruhe: viele kommen wegen der Yoga- und Meditationskurse hier her
  5. Fantastische Küche und „Gado Gado“ ohne Ende

Zwei Mädels, zwei Rucksäcke, eine Insel

Meine Reise nach Bali ist schon etwas her. 2016. Aber sie war so toll, dass ich hier unbedingt drüber schreiben will. Wir hatten Höhen und Tiefen. Wundervollste Hotels aber auch mal richtig miese Zimmer. Wir, das sind Wiebke und Waleska. Beste Freundinnen. Zu dem Zeitpunkt: ordentlich urlaubsreif. Beste Voraussetzungen für einen solchen Trip.

Waleska und Wiebke

Die Anreise – puh!

Vergesst an dieser Stelle nicht: Bali ist von Deutschland aus weit weg. Verdammt weit weg. So weit weg, dass Australier dort als Kurztripp hinfliegen. Aber die lange Anreise lohnt sich. Wirklich. So wie auch das Weiterlesen. Wie lang der Flug tatsächlich war, weiß ich nicht mehr, ich schätze 17 Stunden von Berlin bis in die Hauptstadt Denpasar. Und natürlich mit Zwischenstopp.

Geflogen sind wir mit Qatar Airlines. Was auch immer über diese Airline hinsichtlich angeblicher Terror-Finanzierung geschrieben wird, es war ein absolut super Flug. Toller Service, tolles Essen, nichts zu bemängeln. Auch mit unserem Gepäck lief alles einwandfrei. Alles da, nix kaputt. Darauf beschränke ich mich hier.

Die beste Reisezeit für Bali

Grundsätzlich empfehlen alle zwischen Mai und Oktober. Der Grund: wenig Regen und schöne 30 Grad. Auf Bali kann es in den restlichen Monaten oft mal regnen. Wen das nicht stört, der hat da noch mehr Ruhe weil weniger Touristen anreisen. Aber auch in der Hauptsaison kann man dem Trubel gut entweichen.

Tolle Unterkünfte für wenig Geld

Auf Bali kann mal alles haben: kleine Strandhütten ohne Strom bis hin zu unfassbar luxuriösen Hotelanlagen. Wir haben uns zwei Wochen lang in der Mitte bewegt und unser Portemonnaie und wir selbst fühlten uns sehr gut dabei. Unser Highlight waren diese Hütten mit Außen-Bad.

Ok, zwei Hotelzimmer auf unserer Reise waren nicht der Hit. Mal roch es, als würde in unserem Zimmer die Kanalisation der Hauptstadt langlaufen… mal sah ein anders Zimmer aus, wie eine Mischung zwischen Sperrmüll, Knast und Stundenhotel. Das sind aber die Erinnerungen die bleiben. Von denen man gern immer mal wieder erzählt. Hat sich also doch irgendwie gelohnt.

Eine Insel, tausend Träume

Jeder wird sein eigenes Bali erleben – denn hier gibt es etwas für Jeden. Ruhesuchende Hippie-Mädchen, feiernde Australier, meersüchtige Surfer, hungrige Abenteurer und fotoknipsende Kulturbegeisterte. Jedes Klischee wird erfüllt. Aber genau das finde ich so sympathisch. Vor allem: aus gefühlt jedem Land der Erde kommen die Touristen hierhin. Also kein deutscher oder englischer Einheitsbrei. Mag ich.

Vor allem die Einwohner. Wir haben durch und durch gute Erfahrungen gemacht. Auch wenn die typischen Taxifahrer am Flughafen uns etwas skeptisch gemacht haben…

Bitte nicht noch mehr Touristen

Viele der Balinesen fürchten sich – vor uns. Oder besser gesagt vor Investoren die das große Geld in Mega-Hotelanlagen wittern. Sie wollen ihr altes Bali behalten. Und dabei sollte man sie unterstützen. Denn manchmal kommt in bestimmten Orten wie z.B. Seminyak etwas Ballerman-Atmosphäre auf. Am berühmten Double Six Beach reiht sich ein Strandcafé ans nächste, die Bässe wummern, die Cocktails sind bunt und die Gäste blau. Einheimische verkaufen Ramsch und am Strand viel Müll.

Aber es gibt noch ganz ruhige Orte. Das ursprüngliche Bali mit kleinen Dörfern, einsamen Stränden – das findet ihr vor allem im Norden der Insel. Wir haben so viel erlebt, deswegen will ich euch nur meine Do’s and Dont’s verraten. Sonst sitzt ihr morgen noch an euren Bildschirmen.

Bali – was man machen sollte

DO: Gili Inseln

Zwischen Bali und der Nachbarinsel Lombok liegen drei Mini-Inseln. Gili Meno, Gili Air und das berühmtberüchtigte Gili Trawangan. Noch nie gehört? Dann lest mal weiter unten, bei den Dingen die man sich sparen kann, weiter. Den Himmel auf Erden (ernsthaft, kein Scherz) hatten wir auf Gili Air. Die Fahrt dorthin war schon der Wahnsinn: ein Speedboot brachte uns in zwei Stunden Fahrt an einen kleinen Hafen. Das Eintrittstor zum Himmel. Auf der Insel selbst fahren keine Autos, nur kleine Pferdekutschen. Überall ist türkisfarbenes Wasser, weißer Sandstrand mit Palmen und kleine Restaurants in denen man aufs Meer blicken kann. Solch einen atemberaubenden Sonnenuntergang, wie dort, habe ich noch nie erlebt…

DO: Spaziergang durch Reisfelder

Wer jemals Bauern beim Reis ernten zugeschaut hat und weiß, wie hart diese Arbeit ist, wird die weißen Körner danach mehr schätzen. Und wer einmal durch Reisfelder spaziert ist, weiß, wie magisch das alles ist. Das Grün, die Bauern, das Ernten.

DO: Kultur mit balinesischem Tanz

Die Stadt Ubud gilt auf der Insel als künstlerische Hochburg. Und wer mal auf Bali war, sollte sich einen traditionellen Tempeltanz anschauen, den sogenannten „Legong“. Von der Erzählung haben wir zwar nix verstanden – die pompösen Kostüme, die Atmosphäre und das exotische Spiel von Mimik und Gestik der Tänzer war aber schon beeindruckend. Sie reißen die Augen ganz weit auf und verdrehen die Finger. Gewöhnungsbedürftig – aber ein Erlebnis welches ich nicht missen möchte.

DO: Gado Gado Himmel

Gado Gado ist das wohl beliebteste Essen auf Bali. Es ist ein vegetarischer Mixteller aus frischem und gedünsteten Gemüse und einer pikanten Erdnusssoße. Dazu werden hartgekochte Eier, Tempeh und/oder Tofu serviert. Ich habe das schon früher bei meiner holländischen Mutter geliebt (Indonesien war ja mal Kolonie der Niederländer – daher isst man oft indonesisch in Holland). Es hier in diversen Variationen essen zu können, war allein schon ein Traum. Dazu trinkt einen frischgepressten Orangensaft der hier schmeckt, als sei er künstlich. So süß, so knallig.

Gado Gado

DO: Massagen, Kosmetik, Wellness

Bali ist bekannt für Orte, an denen man auch zur Ruhe kommen kann. Balinesische Massagen findet man auch auf immer mehr Spa-Menüs in Deutschland. Es ist eine Kombi aus Streichungen, wenig Dehnungen, und Kneten. Das ganze mit Öl. Da der Währungs-Kurs für Deutsche echt gut steht, kann man sich eh gehen lassen, wie im Wellness-Schlaraffenland. Das haben wir dann auch getan: Massagen, Pedi- und Maniküre. Am Ende sind wir so durchgedreht, dass wir uns tatsächlich Wimpern haben kleben lassen. Allerdings sah ich danach aus wie eine Mischung aus Transvestit und Jennifer Lopez.

DO: Rafting Tour

In der Nähe von Ubud kann man auf einem Fluss inmitten grüner Berge raften gehen. In einem sechs-Mann-großen Boot samt Bootsführer gehts an atemberaubenden Bergen, Wasserfällen und exotischen Tieren vorbei. Für uns zwei Rafting-Anfänger war das Schwierigkeits-Level genau richtig. Wir fühlten uns wie große Abenteurer inmitten eines weitentfernten Dschungels.

Bali – was man lassen sollte

DON’T: „Monkey Forest“ – Affenpark in Ubud

Irgendwie hört es sich toll an: man spaziert in einem Naturpark in dem zahlreiche Javaneraffen frei rumlaufen. Dazu Tempel und etliche Statuen. Aber: dadurch, dass zahlreiche Touristen die aushängenden Regeln nicht beachten, werden die Affen teils aggressiv und nervig. Chips, Schokoriegel und Cola sind nichts für Affen. Die Affen ignorieren das Verbot allerdings genauso wie dumme Touristen.

DON’T: Kaffee-Verkostung

Bali ist bekannt für seinen feinen Arabica- Kaffee – und für den teuersten Kaffe der Welt: Kopi Luwak. Das sind halbverdaute Kaffeebohnen der Wildkatze namens Fleckenmusang. Eine Tasse Kaffe kostest im Schnitt 50 Euro. Darauf hatten wir keinen Bock – vor allem, weil die gestiegene Nachfrage skrupellose Bauern auf den Plan ruft. Sie halten die Wildkatzen in Käfigen und mästen die Tiere mit den Kaffeekirschen. Wir entschieden uns für eine „normale“ Kaffeeverkostung. Vanille, Zimt, Kokos… jeder Kaffe war brüllend süß und die Fotos sagen alles, oder? Man kann die Tasse Kopi Luwak auch für 2,50 trinken – die Kollegen von Munchies haben ein günstiges Plantagencafé gefunden, was auch hinsichtlich der Tiere korrekt klingt.

DON’T: Gili Trawangan

Noch nie was von Gili Trawangan gehört? Dann lest mal diesen lustigen Vice-Artikel. Kurze Inhaltsangabe: die Partyinsel ist bekannt wegen der Magic Mushroom Milchshakes – also für abgefahrene Tripps aufgrund der halluzinogene Pilze. Wir waren dort – allerdings während des Ramadans. Keine Party, keine Pilze. Für uns ein Segen, glaub ich. So oder so war schon viel los – Himmel, wenn es dann dreifach so viele Leute wären – und die dann auch noch high. OMG! Wir wollten Erholung und keine verballerten Leute um uns herum. Aber irgendwie… irgendwie…. siehe letztes Foto.

Was auch immer ihr auf Bali machen wollt: habt Spaß, esst Gado Gado und grüßt mir die Insel!

MACH’S DIR SCHÖN 
Adebars Töchter

 

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2 thoughts on “LANG MAL WEG… Bali

    1. Aber sehr gerne doch Caro! Es ist super einfach – und du kannst locker Gemüsereste aus deinem Kühlschrank dafür nutzen. Das wichtigste ist die Erdnusssoße. Dazu gleich mehr. Du brauchst: gemischtes Gemüse (z.B. Tomaten, Brechbohnen, Weißkohl, Tomaten, Gurken) Teils blanchierst du (z.B. die Bohnen), teils lässt du es frisch (z.B. die Gurken) Dazu gibt es weißen Reis und Kroepoek (Garnelenchips, die findest du mittlerweile auch in gutsortierten Supermärkten). Das Wichtigste die Erdnusssoße! Dafür ein Glas normale Erdnussbutter, 1 Tl Sambal Oelek, etwas Essig, etwas Zucker, etwas Knoblauch, Salz. Das Ganze langsam erhitzen und soviel Wasser nachgeben, dass es ne schöne dickflüssige Konsistenz hat. Ich mag es, wenn noch etwas Zitronengras dran ist. Viel Spaß beim Nachkochen! 🙂

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