SCHWESTERNDIALOG: EinBlick in unsere Küche

von Marieke

In der Küche wird gekocht, gegessen und gelebt. Wie sieht es bei uns aus? Was für ein Koch- und Küchen-Typ sind wir? Wir laden euch ein und geben euch einen Einblick in unsere Küchen.

WELCOME TO OUR KITCHEN

Was gibt es immer in deinem Kühlschrank?

Wiebke:

„Oh, das kann ich derzeit gar nicht sagen, außer Eier. Wir haben gerade eine radikale Ernährungsumstellung gemacht. Kein rotes Fleisch, keine Milchprodukte, kein Weizen mehr. Quasi die „Planetary Health Diet“, also nachhaltiges Essen. Somit fällt das, was früher wichtig war, weg – Butter und mittelalter Gouda zum Beispiel. 

Gerade frisch eingekauft

Marieke:

Butter. Milch. Käse. Frühlingszwiebeln. Schinkenwürfel. Eier. Und fast immer auch Mozzarella oder Schafskäse.

Bei uns gibt’s die Milch gleich in dreifacher Ausführung ; )

Wovon kannst du in deiner Küche nicht genug bekommen?

Wiebke:

Schälchen. Ich liebe Schalen in jeglicher Form, Farbe und Größe. Ich würde sogar behaupten, ich bin Schälchen-Fetischistin. Und Gewürze! Ich habe eine unfassbar große Gewürzschublade – damit kann ich kulinarisch fast die ganze Welt abdecken. Was wäre das Leben ohne Gewürze? Für mich definitiv nichts.

Arabisch? Italienisch oder doch lieber mexikanisch? Bei mir kein Problem.

Marieke:

Gläser. Ich habe Gläser für Wasser, Bier, Sekt, Weißwein, Rotwein, spezielle Rieslinggläser… Und dann hätte ich noch gerne welche mit Schliff, in grau, blau, für Sherry, … So könnte ich den Tisch noch besser decken – je nach Anlass und Essen.

Was kommt dir nicht in die Küche?

Wiebke:

Tütenessen. Maximales Fertigprodukt: Kartoffelpuffer. Ok, 1-2 im Jahr darf es auch mal ne fiese Fertigpizza sein. Ich lege größten Wert auf „Echtheit“ – und vermeide jegliche Form von Industrieessen. Dazu macht mir das Kochen allein schon viel zu viel Spaß. Nee, das soll kein anderer für mich machen. 

Marieke:

Gemüse aus der Dose. Das hat aus meiner Sicht nichts mehr mit Gemüse zu tun. Mit einer Ausnahme: Mais aus der Dose für meinen Lieblings-Griechenland-Salat.

Obst & Gemüse – lieber frisch als aus dem Glas und der Dose

Typenfrage: Backen oder kochen?

Wiebke:

Klares: beides! Ich liebe Kochen. Ich mag Backen. Da ich aber auf Süßes weitestgehend verzichte, koche ich viel mehr als das ich backe. Außerdem sind mein Mann Nino und ich eh mehr von der Fraktion „herzhaft“.

Marieke:

Ganz klar: kochen. Ich mag Kochbücher gerne anschauen und lasse mich inspirieren. Aber danach kochen ist nicht so mein Ding. Ich koche eher „frei nach Schnauze“. Außerdem kann ich zwischendurch kosten und gleich im Anschluss essen.

Beim Backen muss man das Rezept genau lesen, die Angaben befolgen und dann darf man noch laaange auf das Ergebnis warten. Da ich etwas ungeduldig bin, ist es mir nicht nur einmal passiert, dass ich am Ende des Rezeptes überlesen habe: „Und zuvor…“. Tja, shit happens : )

Während des Kochens aufräumen oder den Abwasch bis zum nächsten Tag stehen lassen?

Wiebke:

Mal so mal so. Am liebsten gleich während des Kochens aufräumen. Aber da bin ich nicht so dogmatisch. Ich wette, meine Schwester ist da gaaaanz anders! 😉 

Marieke:

Der Abwasch gehört zum Kochen dazu. Heißt: der wird gleich mit erledigt. Denn ich hasse es, wenn ich nach dem Essen noch die gesamte Küche aufräumen muss. Noch schlimmer: die (stinkende) Pfanne bis zum Morgen stehen lassen. Ne. Das habe ich mir von meiner Mutter schon ganz gut abgeguckt – die Orga in der Küche ; )

Einwecken, Vorratskäufe, Tiefkühler oder stets frisch eingekauft?

Wiebke:

Alles! Wir haben einen eigenen Garten, da fallen auch mal Eimerweise Kirschen oder Zwetschgen an. Die werden dann eingeweckt oder eingefroren. Generell bin ich eher Typ „Hamster“ und bevorrate mich. Wahrscheinlich ein Ding, was ich von unserer Mutter habe. Aber dadurch, dass wir auf dem Land groß geworden sind, waren Vorräte halt wichtig.

Und auch jetzt in der Großstadt mag ich es, wenn ich spontan Gäste kriege oder ich krank bin und nicht zum Einkaufen komme, dass ich immer etwas Leckeres zaubern kann. 

Marieke: 

Ich gehe fast täglich einkaufen. Das liegt aber auch an der Stadt und den Kindern. Der Supermarkt liegt gleich gegenüber vom Spielplatz. Und mit den ganzen Taschen im Gepäck sind solche kleinen Einkäufe praktischer, als der große Wochenendeinkauf. Außerdem habe ich keine Lust, die ganze Woche schon durchzuplanen, was es zu essen gibt. Das entscheide ich lieber spontan.

Einfrieren oder einwecken tue ich selten. Das liegt auch an der Stadt. Hier gibt es zu jeder Uhrzeit fast alles. Meine Schwiegermutter will trotzdem bei jedem Besuch Brot für uns einfrieren – weil es so praktisch ist ; )

Was bedeutet die Küche für dich?

Wiebke:

Sie ist der wichtigste Raum im Haus/Wohnung. Egal an welche meiner Wohnungen ich bisher zurückdenke, die Küche war immer der schönste Ort zu Haus. Ich mag es gemütlich, nicht clean. Ich mag das Versacken in der Küche, bis in die Nacht quatschen. Auf einer Party ist es auch immer der Raum, wo die meisten Leute sind – wohl nicht ohne Grund.

Marieke:

Wir haben eine Wohnküche. Daher gehört die Küche zum Leben und alltäglichem Wohnen dazu. Die Küche im allgemeinen ist aber auch zu einladend – oder warum sonst sammeln sich auf jeder Party die Gäste in der Küche?

Wie sähe deine Traumküche aus?

Wiebke: 

Sie wäre grooooß! Sie hätte alle möglichen Technikfinessen, einen 6-flammiges Gaskochfeld und einen Ofen, so groß dass man ein Reh drin braten könnte. Auf jeden Fall hätte sie große Fenster und Zugang zum Kräutergarten. Und einen gemütlichen Esstisch mit Stühlen, in die man sich reinlümmeln kann. 

Marieke: 

Fliesen auf dem Boden, ausreichend Platz und ein Blick ins Grüne. Landhausstil gemixt mit modernen Elementen. Und natürlich brauche ich einen Tisch oder einen Tresen, damit man sich während des Kochens unterhalten kann und dabei bereits ein Glas Wein trinken kann.

Wenn du Freunde einlädst, was würdest du kochen?

Wiebke:

Das hängt extrem von den Gästen und ihren Essgewohnheiten ab! Hey, wir wohnen in Berlin! Da hat gefühlt jeder Zweite irgendeine Allergie oder ethische Regeln. Was alle glücklich macht, sind Gerichte, die man sich selbst zusammenbaut. Sommerrollen oder Tacos zum Beispiel passen da immer. (Hihi, sehe gerade, dass auch meine Schwester von Sommerrollen schreibt)

Grundsätzlich gibts aber immer einen Nachtisch. Vor unserer Ernährungsumstellung wäre das der berühmte Joghurtschaum mit Himbeermus von Helga gewesen. Heute wahrscheinlich die unfassbar leckeren, veganen Brownies.

Marieke:

Früher, als ich noch keine Kinder hatte, habe ich gerne zum 3-Gänge-Menü geladen. Aber um so zu kochen, fehlt mir momentan die Ruhe. Super lecker und praktisch sind Brotmahlzeiten – bayerisch oder mediterran.

Ansonsten liebe ich auch frische vietnamesische Frühlingsrollen. Da kommt sämtlich klein geschnippeltes Gemüse, Tofu, etc. auf den Tisch und jeder baut sich seine Rollen selbst. Das ist quasi das gesunde Pendant zum Raclette. Sau gemütlich und mega lecker!

Was ist dein liebstes Küchengerät?

Wiebke:

Mein Santoku-Messer. Ohne das kann ich nicht. Echt. Sollte mal ein Einbrecher kommen, der kann alles außer das mitnehmen! Spaß beiseite. Das Messer ist ein absolutes Allround-Talent: Gemüse, Fleisch, Fisch… alles kein Problem. Dazu liegt es auch noch wunderbar in der Hand. Ich würde es mit ins Grab nehmen.

Ohne dieses Messer läuft nichts

Marieke:

Ganz klar: Mikrowelle und Wasserkocher. Die Mikro für die heiße Milch im Milchkaffee – denn ich hasse angekochte Milch am Topfboden. Und den Wasserkocher für die Tasse Tee am Morgen. Denn die gibts schon morgens beim Fertigmachen im Badezimmer.

Was ist dein Lieblingsessen?

Wiebke:

Sushi! Könnte ich einfach immer essen. Egal ob morgens, mittags oder abends. Ein Glück bleibt das auch nach der Ernährungsumstellung erhalten! Yeah! Aber grundsätzlich bin ich extrem offen für jegliche Art des Essens. Von extrem exotisch bis hin zu deutscher Gasthof-Küche.

Marieke:

Ich habe ein Essen das „Lieblingsessen“ heißt. Denn das war es zu meiner Kindheit. Kartoffelbrei, Endiviensalat, ausgelassene Speckchen. Alles zusammen vermischen und mit Essig würzen. Yummy! Aber inzwischen habe ich kein Lieblingsessen. Ich mag fast alles sehr gerne – von Thai, über gute deutsche Küche bis hin zur klassischen Pasta.

MACH’S DIR SCHÖN 
Adebars Töchter

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