Corona: Clever einkaufen

von Wiebke

Hamstern ist uncool. Clever einkaufen ist allerdings cool. Besonders wenn man zu Hause is(st), kommt viel mehr auf den gezwungenermaßen selbstgedeckten Tisch. Immerhin fällt der Besuch in der Kantine, beim Döner oder beim Restaurant um die Ecke aus. Was wir nun brauchen? Einen gute Einkaufsliste und einen kreativen und ausgewogenen Speiseplan. Und möglichst ein Wocheneinkauf der sich lange frisch hält – und keine Reste. Bitteschön, wir haben da mal ein paar Ideen für euch…

Einkaufen in Zeiten von Corona

Klopapier – daran denken wohl die meisten wenn sie an Supermärkte denken. Zumindest zur Coronazeit. Derzeit stellen wir fest, was Menschen in Deutschland scheinbar zum Überleben brauchen. Oder was sie denken zu brauchen. Die leeren Regale sind momentan eine tolle Marktstudie. Aber hier soll’s ums Essen gehen. Und um weniger Stress in der Küche.

So, gehen wir mal davon aus, dass die meisten von uns derzeit zu Hause sind. Entweder im Homeoffice oder ausgebremst. Demnach wird natürlich viel mehr zu Hause gegessen. 

Hunger, Hunger, Hunger

„Man isst gefühlt den ganzen Tag – die Kids haben ständig Hunger. Gefühlt müsste man jeden zweiten Tag zum Supermarkt – aber das soll man ja nicht.“

Marieke Wittneben, Adebarstoechter.de

Stimmt. Momentan empfiehlt sich der Wocheneinkauf. Und damit zur Frage: wie kauf ich denn am besten ein, ohne dass ich zu wenig hab? Und wie bekomme ich mit wenig Lebensmitteln (der Kühlschrank platzt schnell bei einer Familie) – viel Abwechslung auf den Tisch? Und wie schmeiße ich möglichst nichts weg? Das geht alles.

Das Geheimnis für weniger Stress:
1. solide Basisvorräte

2. raffinierte Lebensmittel und

3. cleverer Wocheneinkauf und Mealprep

Vorrat – das rät die Bundesregierung

Es gibt seit eh und je die Empfehlung der Regierung sich einen Notvorrat anzulegen – nicht erst seit Corona. Ein 10-Tage-Vorrat wird eh empfohlen – wer in Quarantäne muss, soll 14 Tage zu Hause bleiben. Auch wenn man nicht vom Negativen ausgehen sollte, vorbereitet zu sein, schafft Ruhe. 

Auf der Seite ernaehrungsvorsorge.de des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft gibt es sogar einen Vorrats-Kalkulator. Dort gibt man die Personenanzahl des Haushaltes sowie die Anzahl der Tage an – so erhält man eine individualisierte Liste an Dingen für einen perfekten Vorrat.

Wir haben das Bevorraten von unserer Mutter gelernt. Vielleicht ein Nachkriegs-Ding? Oder weil man auf dem Dorf nun mal den Supermarkt nicht direkt nebenan hat? Ich, Wiebke, hab eh immer einen Vorrat der es mir erlaubt, spontan Gäste zu bewirtschaften. 

Diese sieben Sachen ergeben den Grundstock für eine ausgewogene Ernährung auf Vorrat

  1. Tofu/ Fisch/ Fleisch/ Eier (z.B: TK-Lachs, Fleischbällchen oder fertig gekochte Speisen wie Lasagne und Co.)
  2. Getreideprodukte/ Brot/ Kartoffeln (Knäckebrot, Pumpernickel, Kartoffeln gibt es sogar im Glas)
  3. Gemüse (z.B. Sauerkraut, Dosentomaten oder Bohnen – hält sich alles ewig. Bohnen sind voller toller Nährstoffe – gerade für Veganer gut)
  4. Obst (z.B. Früchte wie Aprikosen oder Ananas aus der Dose. Kirschen und Apfelmus geht immer und hat ein langes Haltbarkeitsdatum)
  5. Getränke (Mineralwasser, Tee, Kaffee, Sirup für Kids – am besten selbst gemacht)
  6. Milch/ Milchprodukte (Hartkäse wie Parmesan, Feta, Quark – ebenfalls lange haltbar und vielseitig einsetzbar)
  7. Öle / Fette (Butter kann auch ins Tiefkühlfach, Öl hält von sich aus lang frisch)

Die Basis ist also ein guter, vielseitiger Grundstock an Trockenwaren und Konserven! Und so bekommst du ihn gut hin…

Nudeln, Reis, Bulgur, Quinoa, Couscous und Co. Wir haben stets verschiedene Reissorten zu Hause. Und Pasta gibts ja Gott sei Dank auch in etlichen Ausführungen, auch als Dinkelversion. Nix Langeweile.

Kartoffeln bieten viele Nährstoffe und toppen den Reis damit um Längen. Nur bitte gut lagern! Möglichst kühl und dunkel. Ich lagere sie in einem großen Blumentopf abgedeckt auf dem Balkon. So treiben sie nicht so schnell aus. Einige Tofusorten halten übrigens ewig – so hat man immer eine vegane Alternative im Haus.

Brot, Brötchen, Kuchen – kann man alles übrigens einfrieren. Und Kuchenbacken an sich, kann auch zur Schulstunde für die Kids werden. Deutsch, Bio, Chemie – spielerisch lernen, sinnvoll beschäftigen und alle profitieren davon später mit einem Stück Selbstgebackenem. Eine Brotbackmischung zur Not ist auch sinnvoll zu haben.

Obst und Gemüse wurden auf verschiedenste Wege haltbar gemacht worden. Fermentiert, eingekocht, gedörrt, gesäuert wie Essiggurken, gegärt oder mit Zucker eingekocht. Diese Vielfalt gibt es auch in den Supermarktregalen. In Gläsern, Dosen, oder Tüten. So lassen sich auch Vitamine gut lagern. 

Mach das Tiefkühlfach zu deinem Freund! Wenn du das Gefühl hast, du stehst nur noch am Herd, dann koch vor und friere fertiges Essen einfach ein. Pasta Bolognese? Suppen? Thaicurry? Kein Problem. So hast du immer das sogenannte Ass im Ärmel und bist flexibel.“

Wiebke Wittneben, Adebarstoechter.de

Wocheneinkauf – Planung ist alles

Wenn ihr nur ein mal die Woche einkaufen wollt, dann überlegt euch generell , was sich lange hält. Karotten, Sellerie und Kohlsorten lassen sich zum Beispiel lange lagern. Ebenso die vielseitige Zwiebel. Zum Beispiel Salat hingegen verliert recht schnell an Frische. 

TIPP: Wenn Salat mal labberig ist, dann leg ihn für ca. 30 Minuten kopfüber in kaltes, gesalzenes Wasser. So wird er wieder frisch. Auch Karotten werden so wieder knackig!

Mealprep – clever kochen

Schon mal was von „Mealprep“ gehört? Ja, oder? Ein Trend aus den USA der zu Corona-Zeiten ziemlich Sinn macht. Man macht sich einen Wochen-Speiseplan, kauft 1x mal die Woche ein. Dann wird vorgekocht und portioniert. So entsteht weniger Stress beim Kochen und vor allem: weniger Reste die man wegwerfen muss! 

Ich habe beruflich bedingt, schon oft  nach Wochenplänen gekocht. Gute Sache: man muss nur einmal den Kopf anstrengen – für den Plan. Danach hat man eine Woche lang Ruhe am Herd. Ich durchdenke, was ich vorkochen kann und gestalte so die Woche.

Ein Beispiel: Viele Kartoffeln an Tag 1 kochen. Davon gibt es gleich ein paar als Beilage. Am nächsten Tag wird daraus Kartoffelbrei gemacht, noch einen Tag später entsteht aus den Breiresten Kartoffelsuppe. So fallen  keine Reste an, man spart Geld, wertschätzt die Nahrung und muss weniger einkaufen gehen.

TIPP 1: Mealpreperia // Bei Janine von @melapreperia oder mealpreperia.com  gibts einen Fahrplan hin zu eurem perfekt geplanten Wochenmenü. 

TIPP 2: @Workweeklunch // 1340 Bilder die zum Kochen inspirieren! Direkt aus New York. Ziemlich schön, ziemlich lecker.

Tipp 3: @Mealprepster // 227 000 Follower für diese smarte Form des Kochens! Gute Tipps, interessante News, schöne Bilder.

Wiebkes liebsten Vorräte

Das Wichtigste für mich: Dosentomaten und Kichererbsen! Jegliche Arten von Bohnen. Warum? Alle Sorten haben tolle Nährwerte und machen so gesund satt. Was ich auch immer gern da habe: Maronen (Esskastanien). Sie werten jeden Salat auf, zaubern tolle Soßen und herrliche Pürees.

Mais ist vielseitig einsetzbar. Geht super als Kuchen (an dieser Stelle hier noch mal das Rezept vom sensationellen Mexikanischen Maiskuchen) oder herzhaft in Salaten oder Chili sin/con Carne. Ich liebe die asiatische und indische Küche, daher ist Kokosmilch auch gesetzt.

Und Dosenfisch! Thunfisch, Sardinen, Sardellen und Hering. Mein absolutes Highlight: dänische Heringshappen in Currysoße. Klingt pervers? Ist es auch. Und dann natürlich Pasta, Reis und Quinoa. Knäckebrot dazuhaben ist auch immer gut.

… und ihr so?

Live happy. Live green.
Deine Adebars Töchter

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2 thoughts on “Corona: Clever einkaufen

  1. Witzig, ich praktiziere schon seit über 40 Jahren MEALPREP *(was wöchentlichen Essplan und die Einkäufe angeht).
    Gekocht wird täglich frisch – es gibt unzählige leckere Blitzrezepte (stehen in 20-30Minuten auf dem Tisch).
    Lieben Gruß
    *wusste gar nicht, dass es dafür offiziell einen Namen gibt?

    1. Ach lustig! Du bist halt voll im Trend, liebe Evi. Die Amis kochen dann sogar Sonntags noch alles vor und packen es portionsweise in Boxen und haben dann den ganzen Kühlschrank voll. Letzteres wäre mir zu viel – aber nen groben Essensplan find ich toll!

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